Quicklink: Syros Ermoupoli, Paros Naousa Bucht, Naxos, Schinousa, Amorgos Katapola, Amorgos Aigiali, Levitha, Leros Lakki, Agmar Boatyard | |
Tinos Stadt - Syros Ermoupoli, 12,7 nm | Sa 27.10.2018 |
| Schönwettersegeln bei wenig Wind aus Süd (Bft 3-4) und wenig Welle Richtung Syros |
Längsseits fest in der unvollendeten Marina gegenüber der Stadt Ermoupoli. Strom und Wasser funktionieren nicht, keine Liegegebühren. Einige Yachties überwintern hier auf ihren Yachten. Sie haben sich dazu die wenigen schwellfreien Plätze ausgesucht. | |
| Ermoupolis wird gekrönt von zwei Hügeln, auf denen jeweils eine Kirche steht. Der eine Hügel ist Katholisch, der andere griechisch orthodox. Wir fahren mit dem Taxi für 5 ¤ zur kath. St Georgs - Kathedrale im historischen Stadtteil Ano Syros. |
| Die Kathedrale liegt auf dem Hügel von Ano Syros. |
| Die St. Georgs-Kathedrale wurde 1208 während der Kreuzzüge erbaut, mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Hier in Ano Syros befindet sich auch der Kath. Bischofssitz und ein Jesuitenkloster. Die Säulen der prachtvollen Kathedrale sind aus Marmor von Tinos. |
| Eine Orgel findet man in Griechenland nur in katholischen Kirchen. Wir wohnen einem Teil des Sonntags-Gottesdienstes bei. Bei den Katholen herrscht im Gottesdienst nicht dieses Kommen und Gehen wie in den Orthdoxen Gottesdiensten. |
| Phänomenale Aussicht von Ano Syros auf die Hafenbucht und den Hügel mit der Orthodoxen Kirche. |
| Der Ort Ermoupoli zu den Füßen von Ano Syros entstand erst in den 1820er Jahren während der griechischen Revolution. Schon bald entwickelte sie sich zur wichtigsten Stadt nach Athen. In den 1830er wurde Ermoupoli zur bedeutendsten Hafenstadt in Griechenland. Aus dieser Zeit stammen auch die vielen Neoklassizistischen Gebäude und Villen. Erst nach dem Bau des Kanals von Korinth verlor sie diese Vormachtstellung an den Hafen von Piräus. |
| Heute ist der Ochi-Tag, der an den Beginn des Krieges gegen Italien, das Griechenland “überrennen” wollte, erinnert, am 28. Oktober 1940. Im Gedenken an den Ochi Tag finden überall in Griechenland Schüler- und Studenten- Umzüge und Militärparaden statt - So auch hier in Ermoupoli auf dem großen Platz vor dem prächtigen Rathaus. Auch Folklore Tanzgruppen treten auf. |
| Ein weiteres herausragendes Gebäude in Ermoupoli ist die orthodoxe Kathedrale. |
| Sie wurde ab 1848 erbaut, 1870 eröffnet und ist dem Agios Nikolaos von Myra geweiht. |
| Auf dem Weg zur Marina: So einen sieht man auch nur noch selten: Fiat 500 aus der Mitte der sechziger Jahre. |
| Der Fischerhafen und im Hintergrund die Schiffswerft mit den Trockendocks. |
| Wir treffen uns mit Heinz und Angie, die wir schon seit Jahren kennen. Ein freudiges Wiedersehen und es gibt natürlich viel zu erzählen. Sie wollen hier in der Marina überwintern. |
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Syros Ermoupoli - Paros Naousa Bucht , 24,6 nm | Mi, 31.10.2018 |
| Bei leichten Winden (BFT 1-3) motorsegeln wir Richtung Paros. Links die Schornsteine des Elektrizitätswerkes von Syros, direkt neben der Marina.
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| Der Leuchtturm über der Einfahrt in die Bucht von Naousa auf Naxos. |
Wir ankern in der geschützten Bucht Ormos Ag. Ioannou. Hier verbrachten wir im letzten Jahr einige Tage. Diesmal gehen wir nicht an Land: Wir wollen morgen gleich weiter. | |
Paros Naousa Bucht - Naxos Stadt, 9,4 nm | Do, 01.11.2018 |
| Die kleine Werft neben der Ankerbucht hat sich jetzt wohl auf Segelyachten spezialisiert. |
| Mit gerefften Segeln und quer zu den bis 1 m hohen Wellen geht es schaukelig weiter nach Naxos. |
Naxos und die meisten der folgenden Inseln haben wir im letzten Jahr schon mal besucht. Wir machen fest mit Mooring am ersten Steg im Lee des großen Katamarans. Wir zahlen bei dem netten Hafenmeister 10,00 ¤ pro Tag incl. Strom und Wasser. | |
| Auf dem Weg zur venezianischen Festung: Blick über die Einfahrt zur Marina. Draußen hat sich ein heftiger Seegang aufgebaut . Vor der Hafeneinfahrt sind auch größere Segelyachten arg am Schaukeln. |
| Das Tempeltor, Wahrzeichen von Naxos, auf der kleinen Insel Vakchos, Teil eines Tempels, dessen Bau 530 v. Chr. begonnen, aber nie vollendet wurde. |
| Kykladische Idole aus dem dritten Jahrtausend vor Christus im Archäologischen Museum |
| Die frühere Ursulinenschule (1670 als Mädchenschule vom Ursulinenorden erbaut und bis 1976 betrieben) ist jetzt das Kulturzentrum der Stadt. Heute stellt in einem der unteren Räume eine Malerin ihre Kunstwerke aus. |
| Sehr eindrucksvoller Besuch bei der Künstlerin Reghina Gunzurevscaia |
| Guten Morgen, Cafe ist fertig |
Naxos Stadt - Schinousa, 19,7 nm | Mo, 005.11.2018 |
| In der Düse zwischen Naxos und Paros baut sich bei Nordwind die Welle schnell auf über 1 m auf. Später wird es ruhiger. Mit Strömung von achtern segeln wir nur unter Fock mit bis zu 6 kn. |
| Die Milli (Katamaran aus Kannada , 14 x 6 m), die in Naxos neben uns lag ist unter diesen Bedingungen auch nicht viel schneller als wir. |
Längsseits in dem geschützten Hafen von Schinousa. Maria schwimmt zum Sandstrand auf der anderen Seite der Bucht. Ich belasse es bei einer Runde ums Boot. Wassertemperatur noch 20° C. | |
| Ein Künstler saniert mit Kindern alte aufgegebene Fischerboote und stellt sie hier und auf den Nachbarinseln aus. |
| Blick in die Bucht. Am Horizont die Nachbarinsel Iraklea. |
| Auf Naxos und den Inseln der kleinen Kykladen, zu denen auch Schinousa gehört, versucht ein EU-Projekt neue Wege der Mülltrennung. Seit Juni 2018 steht hier ein Container, in dem Müll sortiert werden kann. Eine Aufgabe des Projektes ist es auch, die Bevölkerung in der Mülltrennung zu schulen. |
| Früher wurde Schinousa regelmäßig per Schiff mit Wasser versorgt. Heute gibt es eine Meerwasser-Entsalzungsanlage. An diesem Häuschen kann man sich Trinkwasser in mitgebrachte Behälter abfüllen. Solche Zapfstellen haben wir schon auf einigen Inseln gesehen - manche funktionieren, manche nicht. |
| Der Fußgängerweg hoch zur Chora ist neu angelegt und nachts sogar beleuchtet. Auf halbem Weg hat man Sitzreihen für ein kleines Theater angelegt. |
| In der Chora selbst gibt es einige Tavernen, Geschäfte und auch Übernachtungsmöglichkeiten. Neben dem sich entwickelnden Tourismus ist die Landwirtschaft noch eine der Haupteinnahmequellen der Inselbewohner. Die Linsen (Fava Bohnen) von Schinousa sind in der Region sehr bekannt und auch entsprechend teuer. |
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| Wir sehen Rinder auf einer Weide und überall Hühner, die für den Hausgebrauch gehalten werden. Ein netter Mann schenkt uns einige frisch gelegte Eier. Die Menschen auf der Insel sind noch sehr freundlich und wir werden von jedem herzlich begrüßt. |
| Die Windmühle steht auf dem Gelände von Archipelagos, einer weitläufigen Hotelanlage (Holiday Resort), die sich bis zur Plaka-Bucht hinabzieht. Jetzt in der Nachsaison ist alles verschlossen. |
| Die kleine Fähre, die zwischen den kleinen Kykladen, Naxos und Amorgos verkehrt, versorgt die Insel mit dem Nötigsten. Sie legt immer nur ganz kurz an (ohne Einsatz des Ankers). |
| Mehrmals wöchentliche werden die kleinen Kykladen jetzt auch von der großen Fähre aus Piräus angefahren.- Seitdem boomt der Tourismus, und seitdem haben auch Athener auf großen Grundstücken ihre Sommerresidenzen gebaut. |
| Wir wandern zur kleinen Kapelle, die man bei der Einfahrt in die Bucht passiert. Ein Teil des Weges führt über steinige Ziegenpfade. Maria ist froh, dass sie ihre Walking-Stöcke mitgenommen hat. |
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| In der Nähe der Kapelle entdecken wir einen kleinen Anlegesteg für Kaiken-Ausflugsboote und eine steinige Mini-Badebucht. |
| Auf dem Weg zurück zur Hafenbucht. |
Schinousa - Amorgos Katapola, 19,4 nm | Do, 08.11.2018 |
| Wir segeln gemütlich bei BFT 3 und wenig Welle zur Insel Amorgos, unserem nächsten Ziel |
In Katapola legen wir zuerst längsseits an | |
| Wegen des erwarteten zunehmenden Nordwindes, der uns an die Kaimauer drücken würde, legen wir dann doch lieber noch mal ab und römisch-Katholisch mit Heckanker an. Wir waren im letzten Jahr vom 26. bis zum 30. Oktober schon mal hier gemeinsam mit der SY Mimi. |
| Ab Mitte nächster Woche wird der Meltemi noch mal voll zuschlagen. Es sind Winde bis über 34 Knoten und entsprechender Seegang angekündigt. Wir beschließen deshalb, schnell weiter zu segeln, um vor dem Meltemi die Insel Leros zu erreichen. |
Amorgos Katapola - Amorgos Aigiali, 10,7 nm | Fr, 09.11.2018 |
In Aigiali im Osten von Amorgos legen wir einen Übernachtungsstopp ein. Auf der Überfahrt sind Wind und Wellen noch gemäßigt. | |
| Aigiali hat nicht zuletzt durch die umliegende Bergdörfer seinen besonderen kykladischen Charme. Der Ort ist zwischenzeitlich bei den Touristen begehrter als Katapola. |
| Nicht zuletzt punktet der Ort durch seinen langen Sandstrand. |
| Die Olivenernte hat begonnen. |
Amorgos Aigiali - Levitha, 29,3 nm | Sa, 10.11.2018 |
| Morgens gegen 6:50 Uhr legt die Fähre, die zwischen den Kleinen Kykladen verkehrt kurz an und sofort wieder ab. Wir legen unmittelbar danach ab, da uns heute eine weite Strecke bevorsteht. Wir müssen zunächst um die wilde Nordostecke von Amorgos. |
| Nachdem wir den Schutz der Bucht von Aigiali verlassen haben, werden wir für die nächsten Stunden arg durchgeschüttelt. Um das Nordostende von Amorgos hat sich eine rauhe und konfuse See aufgebaut. |
| Die Wellen sind nicht mal besonders hoch, aber kurz und chaotisch durcheinander laufend. Da müssen wir uns jetzt durchkämpfen. - Ich möchte nicht wissen, wie es in ein paar Tagen hier aussieht, wenn der Meltemi kräftiger weht. |
| Später in der offenen See Richtung Levitha werden die Wellen ein bisschen höher aber auch regelmäßiger. |
In der sicheren Ankerbucht auf der kleinen Insel Levitha gehen wir an eine der Bojen . Im letzten Jahr waren wir vom 30.10. bis zum 3.11. auf der Insel, und ich habe den Bauernhof und die nette Bauernfamilie schon ausführlich beschrieben.
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| Wegen der drohenden Wetterverschlechterung bleiben wir diesmal nur eine Nacht. Trotzdem lassen wir uns das Abendessen auf dem Bauernhof nicht entgehen. Maria isst Fisch, ich habe mich für Lamm entschieden. Der Senior der Familie erlitt letztes Jahr leider einen Schlaganfall. Er wird jetzt von seiner Frau und den Söhnen liebevoll auf der Insel gepflegt. |
Levitha - Leros Lakki marina, 22,4 nm | So, 11.11.2018 |
| relaxtes Segeln kurz vor der Bucht von Lakki auf Leros. |
Gesichert mit zwei Mooring Leinen in der Lakki Marina | |
| ... Endlich mal wieder richtig duschen... |
| Hellen und Mike von der SY Island Drifter haben uns schon erwartet. Sie bereiten sich darauf vor, ihr Boot über Winter im Agmar Boatyard zu lassen. Sie fliegen am 20. November zurück nach England. |
| Ebenso hat uns unser Freund Frank mit seiner SY Poseidon erwartet. |
| Wir beschließen, bis kurz vor unserer Rückreise nach Deutschland hier in der Lakki Marina zu bleiben. Das Wetter wird jetzt doch langsam schlechter. Auf den Meltemi aus Nord folgt dann starker Südwind mit Regen. . |
| Im letzten Jahr konnten wir Mitte November noch zu einigen Inseln um Leros segeln. In diesem Jahr spielt der Wettergott nicht mit. Wir sind froh, in der Marina zu sein. In unserem Jahresvertrag mit Agmar Boatyard sind 30 Tage in der Lakki Marina inclusive, so dass wir hier außer Strom keine extra Liegegebühr bezahlen müssen. |
| Wir lassen es uns hier gut gehen. Maria, die begnadete Köchin zaubert jeden Tag ein neues “Sonntags-Essen” |
| Und damit wir nicht zu viel Hüftgold ansetzen, wandern wir, wenn das Wetter es erlaubt, in die nähere Umgebung. Hier geht es vorbei an dem in der Nachsaison geschlossenen “War Museum” ... |
| ... durch ein bemerkenswert grünes Wäldchen (hier hat es seit April nicht mehr geregnet) ... |
| ... vorbei an einer (sehr) kleinen Schweinezucht ... |
| ... und einem Ziegenzüchter ... |
| ... wo die Lammzeit gerade begonnen hat ... |
| ... und dann wieder zurück, weil der Weg an einem verschlossenen Tor endete. |
| Ganz vereinzelt treffen wir auf den Inseln noch auf Arbeitsesel. |
| ... und wieder ein Sonntagsessen mitten in der Woche. |
| Und wenn es dann mal wieder regnet, und der Trockner gerade mal nicht funktioniert, dann muß die Wäsche halt in der Kuchenbude trocknen. |
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Leros Lakki - Leros Partheni Agmar Boatyard, 9,6 nm | So, 25.11.2018 |
| Vormittags, bevor wir zum Auskranen nach Partheni motoren, bringt das Boot der Küstenwache Flüchtlinge in den Hafen. Das schwarze Schlauchboot der Flüchtlinge ziehen sie hinterher. |
| Und gleich darauf legt das zweite Boot der Küstenwache mit weiteren Flüchtlingen an. An Land wartet unterdessen schon ein Bus zum Weitertransport der Flüchtlinge in das Auffanglager, den Hotspot, auf der anderen Seite der Bucht von Lakki. |
| Wir motoren dann die kurze Strecke nach Partheni zu unserem Winterlagerplatz im Agmar Boatyard. Montags um 8:00 Uhr sind wir bereit zum Auskranen. Vor uns wird noch ein dickes Fischerboot an Land gestellt. |
Gegen 10:00 Uhr sind wir dann an der Reihe. | |
| Die Walkabout wird auf einem Gestell abgestellt ... |
| ... und dann mit einem selbstfahrenden Transportgerät ... |
| ... in die Reihe der anderen Boote gestellt. In der Marina stehen übrigens in diesem Jahr viel mehr Boote als im letzten Jahr. |
Leros - Athen mit Olympic Air | Sa 01.12.2018 |
| Die Winterplane ist drauf und auch sonst alles für die Überwinterung des Bootes an Land hergerichtet. Wir sind abreisefertig. Der Flieger startet pünktlich um 8:30 Uhr, und eine Stunde später sind wir schon in Athen. |
| Wir übernachten im Hotel Carolina, das von sich behauptet, den ältesten noch funktionstüchtigen Aufzug in der Stadt zu besitzen. |
| Wir schauen uns in der Stadt um: Natürlich müssen wir als Segler zum Turm der Winde. |
| Dann führt uns der Weg zum Akropolis Museum. Wir waren beide schon in Athen, aber das neue Museum haben wir uns noch nicht angeschaut. Der Bau des Museums war anfangs sehr umstritten. Das ganze Museum ruht auf Betonpfeilern quasi als Dach über einer archäologischen Ausgrabungsstätte. |
| Das Museum beeindruckt durch seine Größe, seine Architektur und durch seine Exponate. Der Dritte Stock hat exakt die Maße und die Ausrichtung des Parthenons. Leider wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts große Teile des Frieses und fast alle Giebelfiguren nach England “entführt”. Sie sind dort im britischen Museum in London ausgestellt. England weigert sich immer noch diese zurückzugeben. |
| Die der Akropolis zugewandten Seiten des Museums sind verglast, so dass der Besucher immer einen direkten Blick zur Akropolis hat. |
| Blick vom Syntagma-Platz auf das Parlament in Athen |
| Die Wachen vor dem Parlament |
Athen - Budapest | So, 02.12.2018 |
| Parlament Budapest |
| Krippe neben dem Parlament. Irgendjemand hat in diesem Jahr den Jesus entführt. |
| Abendspaziergang in Budapest.... ... und am 09. Dezember sind wir dann wieder zurück in Rüdesheim. |